21.5.2026
Ich habe den Sinn meines Lebens gefunden? Es ist die erfüllte Einsamkeit. Das bin ich, wenn ich danach schaue, was vom Tage übrig bleibt. Die erfüllte Einsamkeit ist eine letzte Ökonomie: Was brauche ich schon? Ein paar Lyrikbände - ich werde meine Bibliothek wahrscheinlich ausmisten - und Grüntee. Das wars. Ansonsten treibe ich in Gottes Meer. Nicht immer, aber immer öfter. Eine sanfte Fülle (Erfüllung) stellt sich ein. Das ist mein Aum, mein letztes Ja. Mein Ja zum Leben. Was ist Einsamkeit? Einsamkeit ist das Abtreiben vom Sozialen, von der Gesellung. Farewell! Ich bin an sich allein - auch wenn ich unter Menschen bin. Ich bin allein geboren. Ich werde alleine sterben. Die Welt ist immer ein Gestell und die Beziehungen sind es auch. Das ist wahr. Und ich bin ganz realistisch und erwachsen? Ich denke schon. Ich bin ein Eremit in der Welt. Aber die Liebe ist letzten Endes nicht realistisch. Die Demut hat Grenzen. Die Seelenblüte ist nicht alles. Ich bin nur noch Gott zugehörig? Ich will meine Seele ganz. Ganz. Ich habe keinen bestimmten Glauben mehr. Ich treibe und stehe und bin in Gott. Ich bin wunschlos. Ich habe keine Erwartungen mehr. Auf diesem Weg muss ich noch viel ersteigen und das alte Brot langsam kauen - ist das so?